Mode in Italien

Italien war immer das Land der verführerischen, eleganten und vor allem extrem auffälligen Mode. Man folgt aber auch gerne Trends. Dieses Jahr „kurze Stiefel zu kurzen Röcken im Spätsommer“. Selbst im hohen Alter verzichtet dort niemand auf den großen Auftritt, selbst zum alltäglichem Anlass. Ich schwöre, dass ich eine Dame in den Achtzigern gesehen habe, die auch diese Stiefel trug, allerdings zu einem etwas längeren Rock. Zumindest habe ich dort noch nieich betone nieAnoraks, Rucksäcke und die berühmten bequemen, zu jeder Gelegenheit tragbaren, Allestreter an einer Italienerin gesehen. Hier erscheint die Mode in einer Dauerkrise, einer Art Volkskrankheit festzustecken. Merkmale: Bequemlichkeit, Unauffälligkeit und Lustlosigkeit. Die große Depression. In Italiens Straßen hüpft das Herz voll Freude und man wird neidisch auf den unkomplizierten Umgang mit der Mode.

Wer kennt sie nicht die verheißungsvoll klingenden Namen wie Armani, Prada, Gucci, Dolce & Gabbana. Wie ein bunt gemischter Blumenstrauß stecken sie voller Überraschungen und unterschiedlichen Ideen. Armani, in diesem Herbst mit einer eleganten weiblichen Mode in Grau- und Grüntönen, mit wunderbar weichen fließenden Stoffen, pointiert aufeinander abgestimmt. Dolce & Gabbana, wie immer folkloristisch und mädchenhaft, mit Fünfziger Jahren Statements und mit einer, wie mir scheint, Hommage an die Märchenwelt.

Prada, eigenwillig luxuriös mit viel Gold. In Deutschland schätzen wir den traditionellen Goldschmuck, empfinden aber ansonsten den Einsatz desselben in der Mode als billig bis anrüchig. Sollte sich jemand schon einmal leichtfertigerweise goldfarbene Sommerschuhe aus Italien mitgebracht und hier getragen haben, weiß wovon ich spreche. Möchte man den Fokus der Aufmerksamkeit auf sich ziehen, ist das der richtige Einstieg. 

LA PERLA, italienische Lingerie. Die Dessous, auch so ein Stiefkind hierzulande.

Obwohl die Zeit des ausschließlichen Tragens von praktischer Sportunterwäsche, inzwischen auch bei uns vorbei ist. Der Einfluss von VICTORIA´S SECRET war wohl ausschlaggebend. Man kommt beim Gang durchs Kaufhaus nicht umhin die einfach bis zweifach aufgedoppelten Monster zu betrachten, die mich hin und wieder an die Vorgaben des 19. Jahrhunderts erinnern. Auch da war Luft holen wohl schwierig. Aber wir, die Fünfzigjährigen, kennen natürlich noch diese zarten Stoffe, die den Busen zwar nicht vergrößerten, aber nett formten. Daran erinnern mich diese zarten auberginenfarbenen Dessous. Die ich gerne besäße, wäre die Anschaffung nicht immer so verdammt kostspielig.

 

 

DIE BEINFREIHEIT IST AUCH WIEDER EIN WICHTIGES THEMA. KNIEUMSPIELEND ZEIGTEN SICH DIE MEISTEN KLEIDER UND MÄNTEL, WENN NICHT SOGAR ETWAS LÄNGER, MANCHMAL NATÜRLICH AUCH KÜRZER. DAZU LANGE STIEFEL, WIE IN DEN SIEBZIGER. NA, IN DER ZEIT WAREN WIR DOCH ZUHAUSE! DIE AUSREDE, DIESE MODE IST NICHTS FÜR MICH, DA ZU KURZ, ODER ZU AUFFÄLLIG, LASSEN WIR DESHALB NICHT GELTEN!

 

JETZT KOMME ICH WIEDER ZU MEINEM LIEBLINGSTHEMA: DER FARBE BEIGE. SICHER IST ES SEHR EHRENVOLL DIE FARBE NICHT AUSSTERBEN ZU LASSEN! UND SICHER KANN LEM SIE SEHR GUT MIT ANDEREN TÖNEN KOMBINIEREN UND SICHER SIND DIE ITALIENERINNEN DUNKELHAARIG UND DENEN STEHT SOWIESO ALLES BESSER. ABER BEIGE HABE ICH DORT TROTZDEM NICHT GESEHEN! UND WARUM WIR, MIT UNSEREM EIGENTLICH SCHON BEIGEN TEINT, UNBEDINGT NOCH BEIGE TRAGEN MÜSSEN, IST MIR EIN RÄTSEL. ALSO MUT ZUR FARBE! ZUM BEISPIEL ORANGE?

UND SOLLTET IHR JETZT IMMER NOCH NICHT WISSEN, WAS MAN IM HERBST NEUES BRAUCHT, SO KÖNNTE MAN SICH NOCH DIE KLEIDER MIT DEN MUSTERN ANSCHAUEN. DOTS SIND JA ABSOLUT EN VOGUE, ABER AUCH DIE SO TYPISCHEN PSYCHEDELISCHEN MUSTERN AUS DEN SECHZIGERN SIND WIEDER DA. DIE SIND SICHER GEWÖHNUNGSBEDÜRFTIG, ABER EINE FREUNDIN HABE ICH SCHON, DIE HAT SICH SO EIN KLEID GENÄHT.

Also, Mädels legt einen Zahn zu!

Märchenhaft: http://www.dolcegabbana.com/woman/fashion-show/runway-video/    für kleine Mädchen, Frauen, Mütter und Großmütter (Vorsicht: Kapuzen manchmal ein bisschen wie aus „Wenn die Gondeln Trauer tragen“)

by bella

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