Lem aus Sicht von Lem

Bisher hat nur Bella etwas über mich berichtet. Nun möchte ich noch etwas aus meiner Sicht hinzufügen.

Über  mich :

-Mein Name ist Birte alias Lem. Ich bin Deutsch und bin in Deutschland aufgewachsen. Später habe   ich meinen niederländischen Mann in Berlin kennengelernt. Zusammen haben wir dann 5 fünf Jahre lang in London gewohnt. Nun wohnen wir seit  12 Jahren in Holland mit unseren drei Kindern und unserem Hund.

– Wir, die wir den Blog gestartet haben, heißen also “Bella und Lem“. Gewisse Ähnlichkeiten mit dem Namen “Bellalemoncella“ sind rein zufällig.

– Ich bin nun schon 51 Jahre alt und muss sagen, dass die letzten 20 Jahre leider viel zu schnell vorbei gegangen sind. Wenn ich bedenke, dass die folgenden 20 Jahre höchstwahrscheinlich genauso schnell vergehen werden, komm ich doch zu der Überzeugung, dass man diese Zeit möglichst nutzen und genießen sollte!!!!!

– Ich färbe mein Haar schon, seitdem ich 19 bin. Damals probierte ich noch mehrere Farben aus und die Besucher meiner Studenten-Mitbewohner dachten, dass jede Woche jemand Neues in meinem Zimmer wohnen würde. Ziemlich schnell blieb ich bei blond, denn schwarz und rot standen mir nicht und blond ließ mich immer lieber aussehen als ich eigentlich bin. Zwischendurch hatte ich mal hin und wieder meine Naturhaarfarbe, welche ein Straßenköterblond ist, aber dann riefen alle ganz entsetzt: Nein, das helle Blond steht dir viel besser! Und so blieb ich dann letztendlich bei blond.

– Ich muss zugeben, dass ich nicht gern koche. Eigentlich ist es noch mehr als das: Ich hasse kochen! Vielleicht liegt es daran, dass ich Tag für Tag eine warme Mahlzeit für meine Familie zubereiten muss. Überlegen, was ich Heute koche, Einkaufen gehen, zubereiten, kochen, Küche sauber machen und dann wird alles in 10 Minuten aufgegessen und vielleicht wird dann auch noch rumgemäkelt. Schrecklich! In der Zeit gehe ich lieber in den Garten oder male eine Wand im Wohnzimmer pink an.

– Ich glaube, ich bin eine kreative Person. Schon als Kleinkind konnte meine Mutter mir ein Tuch geben, womit ich mich dann stundenlang beschäftigt habe. Ich bin ein visueller Typ und gehe mit offenen Augen durch die Welt.

– Mit 19 habe ich zusammen mit einer Freundin eine Reise nach Japan gemacht. Mit einem Rucksack auf der Schulter standen wir auf dem Bahnsteig unseres Kleinstadtbahnhofs und zogen hinaus in die Ferne. Mit dem Zug ging es nach Warschau, dann nach Moskau und sechs Tage lang mit der Transsibirischen Eisenbahn durch Russland, was ein Erlebnis war. Dann per Schiff bei hohem Seegang nach Yokohama und von dort aus durch ganz Japan. Wir schliefen bei Gastfamilien und bekamen so einen sehr guten Einblick in Kultur und Tradition. Danach noch nach Südkorea – meine Freundin hatte dort einen Brieffreund – und nach insgesamt acht Wochen über den in allen Blautönen leuchtenden Nordpol hinweg mit dem Flugzeug wieder nach Hause. Noch Heute, mehr als 30 Jahre später, zehre ich von dieser Reise und all ihren Eindrücken. Sie hatte sicher einen großen Einfluss auf  mein Denken und Handeln, hat mich freier gemacht und mir ermöglicht viele Dinge anders zu sehen.

– Wie bereits erwähnt, bin ich ursprünglich eine Architektin, doch im Zusammenhang mit drei Kindern, dem Umziehen von Land zu Land und der Tatsache, dass Architekten oft viele Überstunden machen müssen, habe ich den Beruf an den Nagel gehängt. Nach einem weiteren Studium bin ich dann hier in Holland Deutschlehrerin geworden und unterrichte sowohl Erwachsene als auch pubertierende Kinder an einer Schule. Die Jugend ist ja so anstrengend, aber ich liebe sie auch! Ich stoße auf so viel offene Gesichter mit leuchtenden Augen und so viel Lebendigkeit, Ehrlichkeit und auch Zuneigung, dass ich hiervon ganz erfüllt werden kann. Ich bin verliebt in die Teenies, aber eine Klasse mit 31 Schülern und deren Testosteronspiegel mitsamt Gefolgen bringt mich auch oft an den Rand meiner Kräfte.

– Die Farbe der Architekten ist im Allgemeinen schwarz. Meine Farbe ist pink. In der Regel haben Architekten minimalistische Einrichtungen mit grauem Teppich und schwarzen Möbeln mit Chrombeinen. Meinem Mann zufolge ist mein Motto “ Too much is not enough“. Mein Studentenzimmer war also ziemlich voll möbliert mit einer pinken Säule mittendrin. Neben meinem Studium baute ich für ein Architekturbüro Modelle von Häusern. Hier musste ich mich sehr mit Farbe zurückhalten. Der Chef persönlich kam die Modelle bei mir abholen und in solchen Fällen führte ich ihn nicht zu meiner pinken Säule, sondern in das Zimmer meines Nachbarn mit dem grauen Teppich und den schwarzen Möbeln mit den Chrombeinen.

– Ich liebe Holland! Alles ist so schön ordentlich, übersichtlich und gepflegt. Ich liebe Wiesen, Wasser, Kühe und vom Wind gebogene Bäume. Der Himmel ist unendlich und sieht manchmal aus wie auf den Gemälden alter holländischer Meister. Es gibt wunderschöne alte Dörfer und auch die Städte haben oft noch prächtige stattliche Häuser. Obwohl alles nett und adrett ist, ist das Land doch oft auch unglaublich romantisch.

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