Aus 12 mach 24!

 

Please find English version below

Ich hatte ja schon des Öfteren von meinen anstrengenden Freundinnen berichtet, die mir manchmal das Leben mit ihren Ansichten schwer machen.

Heute habe ich eine neue Episode …

Was war passiert? Geburtstagsessen mit leckerem Hauptgang und nach dem Spaziergang Kuchen.

So feiert man nun mal. Nach der körperlichen Bewegung kann man auch wieder sündigen!

Ich hatte eine Käsesahnetorte gebacken. Nach Rezeptangaben sollte man den Biskuitdeckel in 12 Stücke teilen und danach die Torte auch in so viele Teile schneiden. Aus meiner Erfahrung mit Kuchenbacken war diese Angabe richtig, so sieht ein Stück Torte aus. Ich hatte bisher schon einige leidvolle Erfahrungen mit Geburtstagstorten und Freundinnen gemacht. Sie freuen sich über die Einladung, wollen aber aus diätischen Gründen nicht wirklich Kuchen essen. Dabei hat so ein Stück eigentlich nur 300-500 Kalorien, die kann man schon mal verkraften. Die Bikinifigur für den Sommer ist damit noch nicht verdorben!

Da stehe ich dann in der Küche, und bekomme sofort den Hinweis aus 12 Stücken doch lieber 24 Stücke zu machen! Abgesehen davon, dass meine Torte dann nur noch ein matschiger Haufen wäre, kann ich sie ja gleich in eine Schüssel werfen. Dann kann man sie löffelweise essen. Ich seufzte innerlich. Was hatte ich auch erwartet!

Ich ließ mich nicht beirren. Stellte die Torte so auf den Tisch. Hörte aber sofort die nächsten anklagenden Frauenstimmen, die im Chor gemeinsam beim Anblick der Diätfalle jammerten.

Die Männer äußerten sich im Gegenzug höchst erfreut, und fragten nach, ob das wirklich eine Käsesahnetorte sei?

Am Tischende gegenüber, bis wo mein strenger Blick nicht hinreichte, fing frau an, jedes, aber auch wirklich jedes Stück Torte, erst einmal zu vierteln oder zu achteln und sich gegenseitig zu animieren, ob die andere auch lieber gerne so ein Achtel Kuchen hätte.

Am liebsten hätte ich nasse Waschlappen geworfen, wie man das früher bei ungehörigen Kindern tat. Was machen die mit meinen Torten? Es gab auch noch Bienenstich und Cremeschnittchen. Absichtlich hatte ich nur vier Stücke Erdbeerkuchen besorgt, um die natürlich, aufgrund der vermeintlichen Leichtigkeit, ein heißer Kampf entbrannt war.

Aber auch der weibliche Mensch hat ja bekanntlich immer einen guten Vorsatz, der sich aber doch nur zu 20 Prozent durchsetzen lässt, da die Gewohnheit oder das Kuchensuchtpotential sich nicht wirklich einschränken lässt. Die Kuchenstücke wurden zwar geachtelt, aber es wurde mehrmals genommen und zum Schluss wurde doch fast alles aufgegessen.

Na warum nicht gleich so. Die Zerstörungsabsicht meiner stolzen Torte hätte sich doch wirklich vermeiden lassen!

The cake troubles
I have mentioned my friends that make my life difficult with their peculiar eating habits many times already. Today a new entry…
What happened? A birthday dinner with a exquisite main course and then the finale at the very end – a gateau.
That is simply the way we celebrate these days. Just having exercised physically you can sin after all, can’t you?
I had baked a gateau. According to the instructions, I should divide the cake into twelve pieces. In my experience the given information were all correct as a gateau is supposed to look like that.
I had made already some involuntary bad experience with birthday cakes and friends. They would just appreciate the invitation but naturally wouldn’t eat the torte because of their will to lose weight. But such a piece has barely 500 calories and can be handled easily – the perfect bikini body is not spoilt then by far.
Kindly offering the gateau I was suddenly suggested to divide it into 24 parts rather than into the usual twelve. Apart from the fact that my cake would have turned out to be a sticky mess, I could have thrown it into a bowl as good as well – in order to eat it in spoonful portions. I sighed, what did I expect from my well known friends?
I did not let myself be swayed in serving the gateau as it was intended to be. I immediately heard my friends complain and moan facing the painful end of their unsuccessful diet. The men in contrast showed themselves delighted and asked whether it was a proper cheese cake.
On the other side of the table, the women began cutting their own pieces into quarters at first and into eights eventually, asking themselves seriously whether they preferred to have an eighth piece or not.
What were they doing to my torte? I had bought four pieces of a bland strawberry cake additionally which I had thought would not be as appealing as the gateau. It didn’t take long until I realised that my friends were rather interested in the low-calorie flat cake.
A woman is usually very disciplined in any matter, but that discipline fails when delicious cake is served for dessert, eventually. So it happened, after a piece of my cake had been divided in half, in quarters, and in eighth, that nothing of my torte was left behind.
Well, why not making it that way directly the next time?
IMG_3226_2

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.