Supergirl/Supergirl

Oh, no!

Mittwochmorgen: Die Wirklichkeit in Deutschland:

Ich hatte gerade so schön einen neuen Artikel für BELLALEMONCELLA vorbereitet:

Thema amerikanische Serien. Ich bin eine der seltenen weiblichen Fans von Detektiv Rockford und Magnum aus den Achzigern. Ok, die Frauen in diesen Serien sind nach unserer heutigen Sicht nicht sehr emanzipiert, wenn nicht gar hübsche dumme Statistinnen. Manchmal sogar nur hübsch hässlich, wie die Agatha in Magnum, aber trotzdem mit viel Eigensinn gepaart. Detektiv Rockford hatte immer so viele diplomatische Lösungen mit ganz viel Mogelei und Magnum so viel erfrischend Sportliches, wenn man gemütlich mit der Chipstüte auf dem Sofa saß.

Natürlich kenne ich für jede Quizshow die Namen der Hunde: Zeus und Apollo. Mein zweiter Hund war dann auch ein Dobermann.

Tja und letztens fragte mich mein Mann, wann schauen wir eigentlich mal wieder eine Folge Supergirl?

Oh je! Wie erklär ich das jetzt neben all den vernünftigen Programmangeboten, die es sonst noch so gibt? Und dann auch noch in meinem Alter: Eine amerikanische Teenieserie?

Aber gleichzeitig bin ich noch ein Fan der Musketiere, habe mit Begeisterung „Heroes“ mit fünf Jahren Verspätung auf Netflix geschaut und habe verzweifelt nach einer Gesprächspartnerin für diese Serie Ausschau gehalten.

Auf Frauengeburtstage bin ich die Einzige, die Magnum, Rockford und „Die 2“ als DVD zuhause hat. Ich mag Bruce Willis, gehe selbstverständlich in jeden „Star Wars“ und „Herrn der Ringe“ Film und bin ein Fan von Harrison Ford. An dieser Stelle haben sich, wie vermutet, sämtliche Frauen aus dem Gespräch oder der Lektüre meines Artikels, ausgeklinkt.

Ich mag übrigens keine verfilmten Liebesromane, die habe ich mit knapp 20 hinter mir gelassen. Es langweilt mich richtig, wenn die sich auf die Dauer von 90 Minuten nicht kriegen und zum Schluss alle sterben. Gut, es gibt ein paar Klassiker, die auch ich mag. So wie Romeo und Julia oder „die Nanny“!

Ich kann auch keinen Tatort mehr sehen, der ist mir zu brutal. Die gespielte Wirklichkeit interessiert mich weniger als die gespielte Fiktion.

Die amerikanische Serie Supergirl zeigt in der ersten Staffel eine junge Frau, die um ihre Superkräfte weiß, sie aber erst reichlich verspätet einsetzt. Es wird ihr geraten nur nicht aufzufallen. Sie ist die Assistentin einer egozentrischen Chefin in einem Medienunternehmen und tarnt sich mit Brille und Unbedarftheit. Dennoch rettet sie immer mal wieder die Welt. Der Klassiker halt. Leider kommt in der zweiten Staffel Superman hinzu, als ob Supergirl nicht alles alleine retten könnte.

Alles erfrischend unterhaltsam. Ja, und dann heute morgen die amerikanische Wirklichkeit.

Ein Superman ist dazugekommen. Ungetarnt, und überaus egozentrisch, hat er es über seine Medienpräsenz geschafft Amerika zu erobern. Das Supergirl war extrem unbeliebt und verhasst und musste gehen. So ist das eben, wenn Frauen zuviel Macht wollen. Nicht wahr? Bitte erinnert mich nicht an die neue First Lady!

Frau möge mir meine Balenciaga High Heels und das kurze Guccikleid auf den Bildern verzeihen. Die sind vor der amerikanischen Wahlnacht entstanden.

Good Morning!

Wednesday, as the reality kicks in.
I just wrote a new article about American TV-shows for BELLALEMONCELLA. I am among the very few female fans of The Rockford Files and Magnum. To put it mildly, the women in those shows are not emancipated. They are rather pretty dumb extras. 
At times they are pretty ugly but still stubborn – like Agatha in Magnum. Magnum is sporty and Rockford always appears in his diplomatic but tricky manner – Both are a quite charming Saturday night TV experience.
Of course, I know their dogs’ names: Zeus and Apollo. What a question on Who Wants To Be A Millionaire would that be!?
Recently, my husband asked me whether we could watch Supergirl again.
How did I end up watching a teenager soap instead of following the reputable TV program?
Besides, I am a huge Musketeers fan and enjoyed Heroes on Netflix, despite having fallen behind for five years on that one. I have been looking for a friend who is as keen on watching Heros ever since.
Among all the women on birthday parties I am the only one who owns Magnum, the Rockford Files and the Persuaders on DVD. I like Bruce Willis, I watched every Star Wars and Lord Of The Rings movie and I am a fan of Harrison Ford. This is likely to be moment when every woman rolls her eyes, turns her back on me and stops reading this article.
I do not like any love novels put into movies. I got it over with when I was 20. Obviously, I would not deny classics like Romeo and Juliet or The Nanny. Thrillers are too cruel for me. I am less interested in staged reality than in staged fiction.
The American TV-show Supergirl is about a young woman who is aware of her superpowers but always uses them too late; for she is always given the advice to stay unnoticed and inconspicuous. She accomplishes that by wearing glasses and acting simple-minded as the personal assistant of her egocentric manager. Nevertheless she always saves the world. Classic. Unfortunately, Superman joins her in the second season, as if she could not manage on her own!
And today the American reality kicks in. A new Superman has joined us. Egocentric and with no disguise he took the United States by storm. The Supergirl was unbelievably unpopular and faced hatred and contempt. This is the way it ends as soon as women are after too much power, right? Please do not remind me of the new First Lady.
Women, please, forgive me for wearing Balenciaga high heels and the short Gucci dress. It was sewed in the US election night.

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