About Sarah`s bag

Mode erfüllt nicht nur den Selbstzweck sich in Szene zu setzen, sondern kann durchaus auch mehr tun. Zum Beispiel, wenn es darum geht in einem Land wie Libanon Frauen zu unterstützen, die entweder noch im Gefängnis sind, oder bei der Wiedereingliederung in die Gesellschaft Hilfe benötigen. Die Bedingungen in libanesischen Gefängnissen entsprechen nicht internationalen Maßstäben.
Frauen haben im Libanon mehr Rechte und Möglichkeiten als in den anderen arabischen Staaten der Region. Ihr Status ist aber aufgrund der multikonfessionellen Zusammensetzung der libanesischen Gesellschaft nicht einheitlich, denn Personenstandsangelegenheiten (wie Heirat, Scheidung, Ei­gentumsfragen, Erbfragen) fallen in die rechtliche Zuständigkeit der 18 anerkannten Religionsgemeinschaften, deren Regelungen Frauen besonders benachteiligen können. Durch den hohen Anteil an syrischen Flüchtlingen hat sich das Thema Prostitution noch weiter verschärft. Auffällig ist auch der Aufwand, den einige junge Libanesinnen um ihr Aussehen durch Schönheitsoperationen betreiben. Das ist ein knallharter Wettbewerb, bei dem es darum geht, einen Ehemann zu finden, der es der Frau erlaubt, das Image ihrer Familie zu wahren. Auf einen Mann kommen ungefähr vier heiratswillige Frauen, da mehr Männer als Frauen nach ihrer Ausbildung im Ausland arbeiten. Die Auswanderung hat einen Frauenüberschuss geschaffen.
 
Bild 1
Sarah Beydoun schrieb ihre Masterarbeit über Prostitution in Libanon und kam dabei in den Gefängnissen mit vielen Frauenschicksalen in Kontakt. Ihre Idee Mode zu machen und diese mit einem Projekt für benachteiligte Frauen zu verknüpfen entstand vor 15 Jahren. Sarah Beydoun war einer der ersten Designer im Libanon, die die Popkultur wiederentdeckte und sie mit der in dieser Region reich vorhandenen Tradition der Handwerkskunst, Stickerei, Häkeln und Textilherstellung neu belebte oder auch neu erfand. Heute arbeiten mehr als 150 „Artisans“ für Sarah und bilden damit das Rückgrat von Sarah´s Bag, und damit ist es einer der erfolgreichsten Social Entrepreneurship (sozialem Unternehmertum) Marken in der Region.

LINK Sarah´s Bag

Dear Mrs. Beydoun,
I and a friend of mine run a fashion and trend blog for mature women (bellalemoncella.de).
Recently, I bought a clutch on net-a-porter and I’m very fascinated of your work. I want to report about Sarah’s bag on our blog because it is very important to us to encourage women to get involved socially and to promote their work.
I watched the videos on your website, and I would like to know whether the women get paid appropriately and are they furthermore able to afford a decent family life?
Please do not misunderstand me asking that, but fair trade has become an important issue in Germany, and the bags you sell are of great value and high quality!
Apart from that I wish you great success with creating new bags.
Certainly it was not the last bag I bought from your label.
Best regards Bella
Bild 2

 

Dear Bella,

Thank you for your email and your interest in our cause.

Regarding your question:

We started working with prisoners in Baabda and Tripoli in 2000, and over the last 15 years, our collections have been designed around the skills of the artisans we have trained both inside and outside prison. We now have a training program in place in Baabda prison that teaches prisoners how to bead. Each participant receives a certificate at the end of the program, ensuring they are qualified and giving them the confidence to use their skills. In addition to that, the prisoners get paid for their work, this money allow them to get a lawyer, to save for their future, to send to their families, etc..

To have a better idea about who we are and what we do, i have attached a small biography for your reference and few pictures of the women at work.

Let me know if you have any additional question or if i can assist you in any other way.

Regards,

Bild

Um ein wenig mehr über die Rechte der Frauen im Libanon zu erfahren, gibt der nachstehende Artikel einige Informationen:

Geschlechtsspezifische Diskriminierung im Libanon: “Gewalt gegen Frauen kennt keine Konfessionen und keine Klassen”

LINK Alsharq-BLOG

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.