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Grusel

Oh, sie sind so nett. Geballte Frauenpower eben, aber auch ein bisschen sehr teuflisch.

Die Netflixstaffeln von „Chilling Adventures of Sabrina“ sind natürlich nicht jederfraus Sache, manchen sicherlich zu blasphemisch. Die Hölle wird immerhin auf den Kopf gestellt.

Die junge Hexe ist hübsch anzusehen mit Haaren von natürlich in der ersten Staffel, bis zum Hang zu Lockenwicklern nach dem Aufstieg zur Superhexe.

Aber das eigentlich Sympathische sind die Frauen 50plus.

Da ist zum einen die Tante Zelda, gespielt von ehemals Éowyn, Miranda Otto. Sie ist so schön streng, aber auch sehr klug und elegant und einem Verhältnis mit dem Mann der „Kirche der Nacht“ nicht wirklich abgeneigt. Was dann aber wieder unklug ist.

Tante Hilda, fantastisch gespielt von Lucy Davis (noch unter 50). Ihre Küche, ein Traum: grün, ein wenig altmodisch, voller Pflanzen und selbstgekochter Marmelade oder Kuchen und so gemütlich. Hilda weiß immer einen netten Zauberspruch, um komplizierte Sachverhalte zu lösen. 

Dann gibt es noch so eine Art Mentorin für Sabrina, ihre wirklichen Absichten werden hier natürlich nicht verraten. Die ist eine Femme Fatale, sehr wehrhaft und so mancher Mann wird in eine böse Falle gelockt. Madame Satan eben, wunderbar verkörpert von Michelle Gomez.

So ist auch ein bisschen Horror im Spiel, nichts für schwache Nerven. An diesen Stellen schaut Bella dann einfach in die Luft oder auf das Handy oder unter den Tisch.

Lem könnte das jetzt nicht so gut anschauen, die hat ja immer so schnell Albträume. Besser ist es schon danach nicht alleine schlafen zu gehen.

Ob Männer die Serie gerne gucken, ist nicht bekannt. Bellas Mann jedenfalls nicht. Irgendwie bemühen sich die 40plus Herren in den einzelnen Folgen zwar sehr die Oberhand zu behalten und zu herrschen, aber gegen die Menge an Hexen, die immer was anderes wollen, können sie sich nicht wirklich durchsetzen. 

Also wie im wirklichen Leben.

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