aus die drei Ks

 

Kapitel 10 -Ausatmen-

Das Klettern war ja furchtbar gewesen.

Lem stand auf dem Kopf und meditierte.

Erst tief einatmen, daaaann stoßweise ausaaaatmen.

Die schlechten Gedanken ausaaaatmen.

Die Energie einatmen.

Beim Ausatmen bis sieben zählen.

Gar nicht so einfach.

Eins, zwei, drei, vier...

Soll ich die neue Handtasche wirklich mitnehmen? Bei einem Klassentreffen zeigt frau sich ja gerne von ihrer besten Seite. Aber wenn die anderen jetzt keine eigene Dior-Handtasche haben?

Ach was. Nicht immer an andere denken! Die kann man sich doch auch ausleihen! Da gab es ganz vernünftige Angebote über monatliche Handtaschen-Abos. Weiteratmen, Energie einatmen, an wirklich gar nichts denken, weiteratmen, Energie einsaugen, neue Energie tanken.

Das habe ich auch bitter nötig.

Es waren mal wieder Abenteuer für vier Wochen zusammengekommen.

Die nächsten Tage muss ich gar nichts mehr machen. Ich kann gar nichts mehr machen.

Nicht mehr daran denken! Atmen, der Kopf muss frei bleiben.

Der rechte Zeh juckt doch! Nicht beachten! Nichts denken! A t m e n, die Energie spüren!

Definitiv hatte sie zu wenige Handtaschen. Das Abo wäre schon eine Möglichkeit?

Ah, das Jucken hatte aufgehört. Nicht daran denken, einfach weitermachen: Ausatmen, einatmen.

Nach dem Einbruch hatten sie sich erst einmal die ein oder andere Spirituose an der Trinkhalle gegönnt.

Sie hatten eine Menge Dateien gefunden.

Atmen nicht vergessen!

War jetzt das Ausatmen oder das Einatmen dran?

Egal.

Viel zu viele Dateien waren das.

Lem hatte überhaupt keine Lust sich die anzusehen.

Ich habe keine Zeit.

Das kann LEM doch machen.

Dann kann sich Bella mal wieder schön selbst um ihre Küche kümmern.

Deswegen hatte doch auch die Tote bei ihrer Schwester gewohnt.

Ach ja, der Haushalt. Es blieb doch immer alles an ihr hängen.

Wo ihr Energiepegel doch gerade gegen null gesunken war.

Ich hab doch irgendwas vergessen zu tun?

Ah!

Ausatmen!

Einatmen!


Kapitel 11 -Wieder zuhause-

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