Kapitel 25 - Heiße Schokolade

Nein wie nett, Besuch von euch beiden zugleich!"

Antje saß wie immer sehr gut gekleidet an ihrem Schreibtisch, an ihrer Seite der blaue Balenciaga Shopper, der der bekannten Ikea Einkaufstasche sehr sehr ähnlich sieht. Bella war sich nicht hundertprozentig sicher, ob sie die wirklich gut fand, normalerweise war sie bei Handtaschendesign ja sehr tolerant, aber eine Plastikhandtasche. Ach Willem-Jan, seufzte sie.

Antje: "Die zwei Detektivinnen im besten Modelalter, wart ihr nicht gerade bei der Fashion Show in Berlin?

Das Wetter war aber doch ziemlich eklig oder? Und du strickst sicher noch sehr viel, Lem?

Kann ich euch eine heiße Schokolade anbieten und für dich Bella, vielleicht ein wenig Lakritz?"

Bella: "Danke, nicht nötig. Wir wollten mit dir noch einmal über Paris sprechen."

Lem: "Aktuell stricke ich an Igelhandschuhen. Die braucht man bei dem Wetter, aber bald fliegen wir in die Sonne nach Mauritius."



Antje: "Beneidenswert! Vielleicht kann ich euch vorher für die Fashion Show im März bei Stella Karten besorgen. Aber in die Front Row kommt ihr wohl nicht. Kleiner Scherz meinerseits."

Lem: "Wir meinten das Paris 2017."

Antje: "Ja?"

Bella: "Wir haben noch ein bisschen recherchiert."

Antje: "Ach ihr Süßen, seid ihr wirklich immer noch auf der Suche nach Jans Mörder. Also ich vermute ja, dass der Dieb oder die Diebin was damit zu tun hat. Es fehlen ein paar Entwürfe, das hatte ich dir doch erzählt Bella."

Lem: "Sagt dir der Name Lucy etwas?

Antje: "Im Moment nicht."

Bella: "Lucy ist eine der VIP-Assistentinnen von Stella Mc Cartney."

Lem: "Wir haben sie zweimal angerufen, da wir uns keinen Reim darauf machen konnten, warum du nicht die aktuelle Saison getragen hast."

Bella: "Beim ersten Mal hat sie Lem erzählt, dass du auf jeden Fall den Look 7 von ihr bekommen hast und sie ihn sogar ins Hotel brachte."

Antje: "Ja sicher."

Lem: "Look 7 mit dem wunderbaren Pferdeprint."

Bella: "Der weiße Schimmel, der sich vor dem Löwen fürchtet, ‘Horse frightened by a Lion’, ein tolles Kleid. Das Gemälde ist von einem Maler der Romantik von George Stubbs."

Antje: "Stimmt, herrlich dramatisch!"

Lem: "Beim zweiten Mal, hat sie mir erzählt, dass sie ihn dir genau um 22:00 Uhr brachte."



Bella: "Sie ist mit deiner Checkkarte in dein Hotelzimmer gegangen und hat dir die Karte dann in einem Brief an der Rezeption hinterlassen."

Lem: "Du hattest ihr gesagt, dass du noch wichtige Termine in Paris hättest und dir doch bitte das angepasste Kleid auf dein Zimmer mit deiner Karte bringen solltest. Die Ärmel mussten gekürzt werden und du wolltest nicht, dass so ein kostbares Kleid unten in der Rezeption liegen bleibt."

Bella: "Du wusstest, dass in diesem Hotel nur das Öffnen der Tür registriert wird und dass sie zu später Stunde das Kleid abgeben wird."

Lem: "Genau zu dem Zeitpunkt, wenn in Arnheim der Mord passiert. Damit war dein Alibi perfekt. Es ist ein altmodisches Hotel, Videoaufnahmen in den Fluren gibt es nicht. Und keiner ist auf die Idee gekommen bei Stella McCartney nachzufragen."

Antje: "Oh, look 007!"

Bella: "Natürlich konntest du erst nach der Show den Briefumschlag mit der Karte an dich nehmen und auf dein Zimmer zurückgehen."

Lem: "Sonst wärst du vorher wieder registriert worden. Deshalb trugst du die Vorjahressaison. Du hast gehofft, dass es keinem auffallen würde."

Bella: "Und wenn, hättest du sicher eine Erklärung parat gehabt. Ärmel immer noch zu lang oder so!"

Lem: "Deshalb warst du auf dem Foto so stark geschminkt, du wolltest deine Müdigkeit mit Concealer überdecken."

Antje seufzt: "Das ist doch Blödsinn!"



Kapitel 26 – Endlich auf der Insel

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