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Detektivinnen

Detektivinnen und der Mord an einem talentierten Modedesigner

Interview mit einem Vampir? Nein, mit Lem!

Wir sitzen hier bei einem Glas Wein und unterhalten uns mit Lem. Lem ist eine der beiden Detektivinnen von Bellalemoncella.

Hallo Lem, das ist sehr schön, dass du heute Abend bei uns bist und von eurem „Modekrimi“ erzählst.

Danke für die Einladung.

Worum geht es in eurem Cosy Krimi? Es ist doch ein Cosy Krimi?

Ja, auf jeden Fall. Meine Freundin Bella überredet mich, nach Arnheim zu fahren, da dort ein talentierter Nachwuchsdesigner unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen war. Ich wohne ja in Rotterdam, das ist nicht weit zur ArtEZ. Das ist eine berühmte Kunsthochschule.

Das Ganze war ja auch ein bisschen gruselig, oder?

Ja, er war mit einer Art Plastiktüte erstickt worden. Es stellte sich heraus, dass es ein Stoff aus recyceltem Plastikmüll war. Er stand kurz vor einer fabelhaften Traumkarriere. Anruf von DOLCE & GABBANA, wurde gemunkelt.

Bei euch werden sehr oft die Namen von großartigen Modedesignern genannt. Warum eigentlich?

Wir lieben Mode und probieren alles aus!

Ist wirklich alles erlaubt?

Klar. Das Fantastische an der aktuellen Mode ist doch, dass es keine Vorgaben mehr gibt. Da wollen wir mitspielen.

Das klingt abenteuerlich.

Falls jetzt jemand mosert. Bloß weg mit der Bescheidenheit. Wenn du Rüschenröcke, Männerunterhemden und Handschuhe bis zum Ellbogen tragen willst. Dann tue es.  Manchmal wundere ich mich, dass besonders bei Gucci diese Riesenbrillen und Big Hair wieder gefragt sind. Und denk an diese Söckchenmode. Söckchen in Sandalen. Ist doch echt verrückt.

Ihr habt viele Fotos von kleinen Püppchen in eurem Krimi, die meistens sehr extravagant gekleidet sind. Bist du auch eine Modedesignerin?

Detektivinnen

Ich habe schon als kleines Mädchen immer an etwas herumgestichelt. Das hat doch etwas Beruhigendes, wenn man bastelt oder strickt oder sich einfach mal ein neues Outfit für so kleine Figuren ausdenken kann.

Aber jetzt mal wieder zurück zu eurem Krimi. Wird es auch gefährlich?

Na ja, wir sind natürlich Amateurdetektivinnen und deshalb manchmal noch etwas unbeholfen und auch gefährdet.

Wie würdest du deine Freundin Bella beschreiben. Ist sie eine gute Freundin? Zumindest scheint das Buch viel mit Frauenfreundschaften zu tun zu haben.

Oh ja! Wer wünscht sich nicht diese sogenannte beste Freundin, mit der man über alles reden kann, die immer zuhört und mit der man Pferde stehlen geht.

Kann man mit Bella Pferde stehlen?

Sie ist schon manchmal ein bisschen ängstlich, aber ansonsten ganz ok.

Du bist absolut in Karl Lagerfeld vernarrt.

Ja, ich finde ihn sehr inspirierend. Er ist doch ein Tausendsassa. Ihm fällt zu allem etwas ein. Er vertritt so viele Modelabels. Einfach bewundernswert.

Und manchmal strickst du seine Pullover nach?

Er ist einfach immer so glamourös. Das gefällt mir.

Es gibt von euch ein paar Videos, wo man eure Stimme hören kann. Was sind das für Filme? 

Das sind ganz winzige Animationsfilmchen. Wir haben unseren Blog Bellalemoncella 2014 gegründet und ich habe Püppchen gebastelt und Bella hat sich mit diesen Programmen herumgeschlagen. Mein Ding war das nicht. Ich sitze nicht so gerne stundenlang am PC.

Wir hören einfach mal rein.

Ein Modekrimi und seine Detektivinnen

Bella hat eine Typveränderung machen lassen!

Vimeo

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So habt ihr angefangen?

Ja, wir haben uns gedacht, dass wir das Thema: „Rundumerneuerung und würde der Ehemann es bemerken?“, mal zur Sprache bringen sollten.

Sehr lustig.

Danke, inzwischen zeichnet Bella ja alles selber und für den Modekrimi gibt es auch einen kleinen Film auf Vimeo.

Den kann man sich da ansehen?

Ja, aber bitte erst nachdem man die ersten 22 Kapitel gelesen hat. Sonst spoilert man.

Da gibt es noch so ein kleines gelbes Etwas. Möchtest du darüber sprechen?

Liberazione-Elettrica-Meccanica?

Du beschreibst „Ihn“ als eine Mutation zwischen Staubsauger und Computer?

Na ja, in meinen Augen ist er Bellas Haushaltshilfe, aber sie sieht das natürlich anders.

Man liest den Krimi in einem Happs.

Ja, der erste Krimi von Bellalemoncella ist noch nicht so lang. Da haben wir uns ausprobiert. Er ist so eine Art Prolog für die Bellalemoncella-Serie.

Wir werden also noch mehr von euch hören.

Ja, auf jeden Fall. Der Zweite wird hoffentlich noch in diesem Jahr herauskommen oder am Anfang des nächsten.

Liebe Lem, vielen Dank für das Gespräch!

Ich habe zu danken.

Leseprobe aus Kapitel 1: Wie alles anfing (auf der Sonnenliege)

Es quietscht.

Sie seufzt. Bella dreht sich von links nach rechts und genießt. Über ihr der Kirschbaum mit den weißen Knospen. Es riecht so gut. Der überwältigend blaue Himmel, dieser Duft, diese Aussicht. In Japan heißt das: Hanami, Blüten

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betrachten. Bella kann ohne Probleme stundenlang im Garten sitzen und Blüten betrachten. Und so eine Ruhe muss Frau erst einmal haben.

Sie schließt die Augen und atmet tief durch.

Dann überkommt sie plötzlich doch die Langeweile und sie schaut entnervt auf ihr Handy.

Lem hatte sich immer noch nicht gemeldet. Nun wird es aber langsam Zeit.

Zumindest sollte das Mittagessen vorbereitet werden. Gequält erhebt sie sich und geht zum Haus. Spargel mit Erdbeeren. Die Saison hatte gerade erst wieder begonnen. Frau gönnt sich ja sonst nichts.

Ein Blick in den Spiegel im Vorbeigehen. Ihre Haare sind ausgesprochen störrisch. Von wegen die Frisur sitzt, aber der rote Lippenstift passt perfekt. Für die Küche müsste es jedenfalls genügen.

Sie schimpft leise vor sich hin. Lem ist manchmal so unzuverlässig. Die letzte E-Mail klang so spannend. Bella ist sehr begierig die Hintergründe zu erfahren, aber im Magen grummelt es jetzt noch deutlicher.

Dann wohl doch erst das Spargelwasser aufsetzen und das Schälmesser zur Hand nehmen und loslegen, was zweifellos der mühsamste Teil der beliebten Spargelsaison ist.

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Im Radio singt:

Robbie Williams: The Road To Mandalay

Vergnügt schwenkt Bella ihre Hüften, etwas Salz und Zucker und Butter und Essig und endlich:

Das Handy klingelt. Rotterdam meldet sich. Wie immer am Anfang eines Gesprächs müssen beide lachen. Und? Ach, alles gut. Bei dir auch? Beschäftigungen, Kinder, Hunde, neuste Handtaschen und Schuhe werden besprochen und nebenbei die Ehemänner erwähnt. Über die eine oder andere Freundin wird gelästert und natürlich über das Alter gejammert. Der Frühling offenbart mit seinen weniger bedeckenden Kleidungsstücken einfach immer mehr neue Falten. Trotzdem versprüht Lem eine unglaublich gute Laune und Bella überschlägt sich mit wesentlichen Erkenntnissen zu der Fragestellung:

 

Können auch wir noch transparente Outfits tragen?

Eine weitere Leseprobe bei Amazon: Ein Modekrimi